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Folgen und Ergebnisse der Französischen Revolution

Die Französische Revolution hatte große Auswirkungen auf die französische Gesellschaft. Die Revolution lässt sich in drei Phasen unterteilen.

Phase 1 fand von 1789 bis 1791 statt. Den Mittelpunkt der Geschehnisse bildete das Eintreten für die bürgerlichen Freiheitsrechte. Außerdem wurde eine konstitutionelle Monarchie geschaffen.

In der zweiten Phase zwischen 1792 und 1794 kam es zur Entstehung der Republik, die sich sowohl inneren als auch äußeren Bedrohungen ausgesetzt sah. Die Republik nahm radikaldemokratische Züge an und es wurde eine Revolutionsregierung gebildet. Diese ging gegen ihre Gegner mit unerbittlichem Terror vor, dem zahllose Menschen zum Opfer fielen.

Die dritte Phase der Revolution wird als Direktorialzeit bezeichnet und umfasst die Jahre 1795 bis 1799. Die politische Führung Frankreichs, für die besitzbürgerliche Interessen im Vordergrund standen, konnte sich dabei nur mühsam gegen royalistische Machtbestrebungen sowie Volksinitiativen, die für mehr soziale Gleichheit eintraten, behaupten.

Für die Stabilisierung einiger Ergebnisse der französischen Revolution sorgte schließlich Napoleon Bonaparte (1769-1821), der aus dem Bürgerheer hervorging und bis zum Kaiser aufstieg.

Folgen für die Wirtschaft

Die Bauern konnten von der französischen Revolution profitieren, weil sie von den Feudallasten befreit wurden.

Darüber hinaus erfolgte eine gleichmäßige Verteilung der Steuerlasten und der bürgerliche Mittelstand sah sich gestärkt. Durch das Vereinheitlichen der Maße ließ sich der Handel erleichtern und das Eigentum wurde garantiert.

Politische Folgen

Die Revolution brach die Vorherrschaft des absolutistischen Königs. Des Weiteren erhielt das Volk ein politisches Mitspracherecht. Allerdings beschränkte sich dieses zunächst auf das Besitzbürgertum.

Die Verfassung von 1791 bedeutete die erste Repräsentativverfassung auf dem europäischen Kontinent. Ferner kam es zur Trennung zwischen Staat und Kirche.

Folgen für die Gesellschaft

Aus rechtlicher Sicht erhielten die drei Gesellschaftsstände eine prinzipielle Gleichberechtigung. Als weiteres positives Resultat gilt das Einführen der allgemeinen Schulpflicht.

Die Ideen der Revolution

Zu den Ideen der französischen Revolution zählten die Schlagwörter Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit. Vor allem die Idee der Brüderlichkeit hatte Erfolg. So wurde Frankreich durch die Revolution zu einem einheitlicheren Nationalstaat.

Aber auch in anderen Ländern fand das Ansinnen der Revolution zunehmend Gehör. Auf diese Weise erhielten die Geschehnisse von 1789 Vorbildcharakter.

Auswirkungen des Sturms auf die Bastille

Der Sturm auf die Pariser Bastille wirkte sich auch auf die französischen Provinzstädte aus. So kam es in den Städten zum Ausrufen von neuen Regierungen, die ähnlich wie in Paris fungierten.

Darüber hinaus wurden im ganzen Land Einheiten der Nationalgarde aufgestellt. Allerdings blieben gewalttätige Ausschreitungen nicht aus und die Bauern, die den Adel und die Reichen für ihr Elend verantwortlich machten, plünderten und verbrannten vielerorts deren Güter. Weil sich die Polizei als machtlos erwies, musste die Nationalgarde eingreifen, was zu blutigen Kämpfen führte.

Aufgrund dieser Vorkommnisse hielt die Nationalversammlung am 4. August 1789 eine Sondersitzung ab, in deren Rahmen zahlreiche Dekrete verabschiedet wurden, um die bisherigen Klassenunterschiede zu beheben.

Am 27. August erfolgte die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte.